Bilderbuch

Fotos und Texte

Pedanterie

Wer alles in seinem Leben
geregelt haben will,
wird nur in Ausnahmef├Ąllen
auf Freiheiten sto├čen.

┬ę Ernst Ferstl, (*1955)

Quelle: aphorismen.de

Ein Klick auf das Bild ├Âffnet es┬á in einem neuen Fenster Ein klein wenig Geduld wird vielleicht n├Âtig sein.
Wichtiger Hinweis: Kommentare und Kurztexte mit dem ┬ę sind urheberrechtlich gesch├╝tzt!

30.11.2007 Allgemein | 10 Kommentare

10 Kommentare

  1. Ja, da stimme ich zu – allerdings mit Ausnahmen.
    Erstmal sieht die Ordnung auf deinem Foto sogar richtig sch├Ân aus, finde ich.
    Und ich stelle immer wieder fest, dass Regelm├Ą├čigkeiten, Ordnung und ein fester Tagesablauf gerade f├╝r ├Ąltere Menschen sehr wichtig sind. Das gibt ihnen Halt und Sicherheit.
    In j├╝ngeren Jahren aber engt man sich mit starren Gewohnheiten nur unn├Âtig ein und es bleibt kein Platz, um Neues zu entdecken oder einfach mal alle F├╝nfe gerade sein zu lassen.
    Somit ist die Schaffung der pers├Ânlichen Freiheit blockiert!

    Liebe Gr├╝├če, Edith

    Comment by Edith T. | 1. Dezember 2007

  2. Eigentlich…haben wir doch immer die Wahl ( und auch die Verantwortung…)wer regeln kann/k├Ânnte: jeder f├╝r sich selbst oder “die Anderen”.
    Der Preis f├╝r das Selbstregeln scheint oft hoch, ist aber meist wesentlich niedriger, als wenn wir “die Regler” zahlen m├╝ssen – hier meine ich nicht nur das Geld. Wir zahlen mit einigem mehr: unter anderem auch mit unserem verschwundenen Selbstvertrauen Allerdings erfordert dieses Selbstregeln viel Mut. Es wird auch selten gef├Ârdert.
    Nur werden wir anscheinend eher dahin erzogen, dass andere f├Ąhiger seien, unsere Leben zu regeln. Ein Zeichen? Mehr Gesetze soll es geben. Dabei w├╝rde es oft reichen, wenn manch schon bestehenden ├Âfter eingehalten werden. Als Beispiel bedenke man nur das Jugendschutzgesetz, an das Alkoholverbot.

    Wahre Zeilen von Ernst Ferstl. Wir sto├čen eher auf Unfreiheit und erh├Âhen unsere eigene Hilfslosigkeit, wenn wir andere zuviel regeln lassen. Wie auch das Foto gut zeigt: die vorgegebenen Bahnen sind zwar gut ├╝bersehbar, aber wenn ein Wind aus einer unerwarteten Richtng kommt, werden die Bahnen zugeweht, ob sie einem dann noch den Weg zeigen? Oder es zu Unsicherheiten kommt? Weil dem Wind zuwenig andere entegegengesettz werden kann?

    Die Zufallsbilder sind auch immer sehr sch├Ân, J├Ârg.
    Euch weiterhin gute Besserung.

    Comment by Barbara | 1. Dezember 2007

  3. Guten Morgen J├Ârg, wieder einmal nachdenkenswerte Worte von Ernst Ferstl … und ein superordentliches Bild von dir J├Ârg ;-) :-)

    Oh je, der arme Maxl, bestell ihm gute W├╝nsche von mir, der ├ärmste. 14 Tage keine Schule ist einerseits sch├Ân f├╝r ihn ;-) … andrerseits hat er dann viel nachzuholen. Ich kann deine Sorgen verstehen, aber er wird es schaffen.

    Einen sch├Ânen Freitag w├╝nsche ich, liebe Gr├╝├če, Helga

    Comment by Helga | 1. Dezember 2007

  4. Ich schlie├če mich der Einfachheit halber mal meinen 3 Vorschreiberinnen an – und f├╝ge noch einen Aspekt hinzu, der mir gleich auffiel: Was ist denn mit “Freiheiten” gemeint? Gibt es nicht auch Menschen, die sich in diesen Zeiten w├╝nschen, gar nicht so viel davon zu haben? Vor allem denke ich da, wie Edith ja schon bemerkte, an die ├Ąlteren Menschen – und auch an Kinder. Ich denke noch mit Grausen an die anti-autorit├Ąre Erziehung, die ja eine Weile sehr popul├Ąr war…

    Stimmt, das Zufallsfoto ist toll – und auch, da├č Du die Schriftgr├Â├če des Autors wieder auf kleiner gestellt hast, J├Ârgel, pa├čt besser so!

    Ein sch├Ânes Wochenende w├╝nscht
    Eure
    Christa

    PS: Ich habe gerade 2+6 mit 9 beantwortet, war aber ein Tippfehler, ich schw├Âr’s *g*

    Comment by Zitante Christa | 1. Dezember 2007

  5. Ich denke, dass es beides braucht, ob man jung ist oder alt:
    Zun├Ąchst einmal machen Regeln das Leben leichter, ├╝berschaubarer. Auch der innere Schweinehund wird durch Routinen daran gehindert sich breitzumachen.

    Aber dann muss es auch das andere geben: Dass man Regeln einmal gro├čz├╝gig au├čer Geltung setzt. Das setzt dann dem Alltag, nein dem Leben Glanzlichter auf.

    Ich glaube, das wussten unsere Vorfahren noch besser als wir.

    Comment by Heide | 1. Dezember 2007

  6. Hallo lieber J├Ârg,

    das Bild finde ich irgendwie … “witzig”? und wirklich auch pedantisch. Insofern passt es hervorragend zum Spruch. Den Spruch selbst – nun ja – wer alles regeln will, wird wohl auch nicht nach Freiheit suchen, denk ich mal. Es kann allerdings passieren, dass der Mensch sich – warum auch immer – wie eine Mumie in seine Regeln verh├╝llt, dass er dann eines Tages keine Luft mehr bekommt. Dann wird’s schwierig.
    Ich sehe, dass du das Bilderbuch nun auch als Tagebuch benutzt. Das finde ich gut und l├Ąsst mich selbst wieder ├╝berlegen, ob ich nicht zu viele Blogs habe. — Dem Sohnemann weiterhin gute Besserung und euch allen einen sch├Ânen 1.Advent.
    Elke

    Comment by Elke | 1. Dezember 2007

  7. ja Heide,dies denke ich auch: anfangs braucht man Regeln um sich orienteiern zu k├Ânnen und um zu lernen. Sp├Ąter beginnt man sie dann zu hinterfragen,man braucht weniger Regeln. Nur ein paar um in einer Gemeinschaft miteinader zu leben?
    Wer sagte dies; lerne die Regeln bevor du sie brichst?

    Wieder einemal zweifle ich, ob Vorfahren einiges besser wu├čten ;-). Sie hatten andere Rituale? Und auch einiges an Aberglauben. Beides haben wir heute auch, nur besser getarnt.Vielleicht deshalb gef├Ąhrlicher f├╝r unser Leben? Wir untersch├Ątzen es?

    Einen sch├Ânen 1. Advent

    Comment by Barbara | 1. Dezember 2007

  8. @ Edith:
    Nicht nur ├Ąltere Menschen Edith, ich denke, auch Kindern tut ein geregelter Tagesablauf doch gut. Es ist etwas “verl├Ąssliches” in unserer schnellen und hektischen Zeit.
    Johanna braucht das auch ganz sehr, wenn da etwas nicht die gewohnte Ordnung hat, dann f├Ąngt sie ganz schnell an “am Rad zu drehen” ;)
    Danke Edith!

    @ Barbara:
    ” … Dabei w├╝rde es oft reichen, wenn manch schon bestehenden ├Âfter eingehalten werden….”
    Damit sprichst du mir aus dem Herzen Barbara.
    Und auch viel von deinen anderen Gedanken verstehe ich sehr gut. Gerade Maxl versuche ich immer wieder zu erkl├Ąren, dass es Regeln gibt, die einfach eingehalten werden m├╝ssen, aber auch, dass er genug Selbstbewusstsein entwickelt und kritisch genug hinterfragt, ob Regeln und Gesetze wirklich einen Sinn haben. Es ist aber eine ganz sch├Âne Gratwanderung ….
    Danke Barbara! Dir auch einen sch├Ânen ersten Advent.
    ├ťbrigens, manches weihnachtliche Ritual m├Âchte ich um nichts auf der Welt missen. Und da meine ich nicht unbedingt, dass der Weihnachtsmann am 24.12 mit gro├čen Geschenken angewackelt kommt! ;-)

    @ Helga:
    Danke f├╝r deine guten W├╝nsche Helga! Maxl wird es sicher schaffen, den Anschluss nicht zu verlieren, aber eben nur, wenn ich in ordentlich in den Hin… trete. ;) Er hat leider seine “Faulheitsphase” noch nicht ├╝berwunden. *seufz*

    @ Christa:
    Ganz ehrlich, von der Idee der antiautorit├Ąren Erziehung war ich vor vielen Jahren sehr angetan und konnte der Idee einiges abgewinnen. Aber mittlerweile habe ich gemerkt, dass das so nicht funktioniert. Es gibt einfach Regeln, die die Kinder in ihrer Entwicklung einfach brauchen, ansonsten f├╝hlen sie sich verunsichert und finden sich nicht zurecht.

    Am Layout werde ich wohl immer mal wieder ├Ąndern, so richtig gef├Ąllt es mir noch nicht. Aber ich hatte bis jetzt noch sehr viel zu tun, das Bilderbuch ├╝berhaupt richtig am laufen zu halten, so dass ich das Aussehen sich erst sp├Ąter noch einmal gr├╝ndlicher bearbeiten kann. Du wei├čt ja auch, wie viel Arbeit so hinter den Kulissen steckt. ;)
    Danke Christa!
    Ist 2+6 etwa nicht neun? Ich muss bei der Abfrage wohl mal nach dem rechten gucken! ;-)))

    @ Heide:
    Ich stimme dir einfach mal zu Heide! Allerdings, unsere Vorfahren hatten wahrscheinlich nicht alle und immer die M├Âglichkeit, die Regeln zu brechen.
    Viele der Freiheiten, die wir heutzutage haben nutzen wir viel zu wenig.
    Danke Heide!

    @ Elke:
    Du kennst mich gut, ich fand das auch “witzig” Elke! ;-)) Den Wald fegen … ist irgendwie widersinnig.
    Den Mumien macht es ja nichts mehr aus, dass sie keine Luft mehr bekommen. So wird es wohl auch den Menschen gehen, dis sich immer an starre Regeln halten.

    Dass ich das Bilderbuch nun auch gleich als Tagebuch nutze, h├Ąngt nur mit meiner Faulheit und notorischen Zeitnot zusammen. Ich hab ja gemerkt, dass ich es nicht schaffe, zwei Blogs zu f├╝hren. Und im myblog-Bilderbuch hat es sich des ├Âfteren ergeben, dass ich in den Kommentaren auch einiges von uns hier erz├Ąhlt habe. Also lag es nahe, beides hier miteinander zu verbinden. ;)
    Danke liebe Elke!

    Comment by J├Ârg | 1. Dezember 2007

  9. Ohja es gibt soviele gut tuende Rituale, die zu praktizieren ist doch was Feines und Hilfeiches.
    Meiner Meinung ist dies auch ein oder sogar DER (gute) Sinn der Rituale, den man ruhig aus├╝ben soll. Ich denke gerade an das Zubettbringen von Kindern. Das Riutal des Bilderbuchvorlesens ist doch eine sehr feine Sache.
    oder auch das abendliche Z├Ąhneputzen ist was gutes Ritual.
    Es gibt sovieles was wir ritualm├Ą├čig tun.

    Ja es ist ein Balanceakt: welches Ritual hilft, welches eher weniger.
    Die ├Âfter tun, die helfen, die weniger die weniger helfen.

    Comment by Barbara | 2. Dezember 2007

  10. “… Das Ritual des Bilderbuchvorlesens ist doch eine sehr feine Sache….”
    Das stimmt Barbara! Auf manche Rituale m├Âchte ich einfach nicht verzichten! ;)

    Comment by J├Ârg | 2. Dezember 2007

Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.