Bilderbuch

Fotos und Texte

Krokus

Foto Der Frühlingsreiter

Um Mitternacht
Bin ich j├â┬Ąh erwacht.
Hufschlag hallte, ein Horn erklang,
Dass ich erschreckt ans Fenster sprang.

Der Mond schien hell,
Und da kam es zur Stell:
Ein Schatten voraus, dann ein milchwei├â┼Ş Ross,
Darüber des Mondes Silber floss,

Und ein Reiter ganz jung, einen blauen Kranz
Im Gelock. Hell blitzte des Hornes Glanz
In der Faust, und er stie├â┼Ş in das Horn hinein,
Als sollte und müsste geblasen sein.

O war das ein Klang
In dem Horngesang!
Eine s├â┬╝├â┼Şe Kraft, eine bl├â┬╝hende Kraft,
Eine zitternde, quellende Leidenschaft,

Ein Herz und ein Jubel, ein seliger Schrei!
Ein Klingen, ein Leuchten ├óÔéČÔÇť; da war es vorbei.
Hatte mich ein Traum beth├â┬Ârt?
Nicht einer hatte den Reiter geh├â┬Ârt,

Sie lachten mich alle am Morgen aus:
Da kommt der Tr├â┬Ąumer, der Dichter heraus.
Aber mein T├â┬Âchterchen kam mit Hurra:
Seht mal, die ersten Veilchen sind da!

Und ich glaube, auch Krokus und Narzissen
Kommen schon. ├óÔéČÔÇť; Was wollt ich noch wissen?
Ich l├â┬Ąchelte nur und sagte: Ja, ja,
Ich wei├â┼Ş, die Veilchen sind wieder da.

Gustav Falke (1853 – 1916)


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27.03.2010 Posted by | Frühling | 1 Kommentar

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